Kristofer Åström – Sinkadus

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Es wird Zeit, dass hier mal Alben besprochen werden. Schließlich handelt es sich dabei ja um die höchste und schwierigste Kunst eines Musikers.

Den Anfang macht der Schwede Kristofer Åström, diesmal wieder ohne den Hidden Truck.
Kurze spanische „Presentación“ vorneweg. Dann zeigt „Come Out“ – nach langem Intro mit Trommelwirbeln – Kristofer Åström von seiner besten Seite: ruhig, melancholisch und in Begleitung der wunderbaren Britta Persson, einzig die Gitarren klingen ein wenig anders. Man ahnt aber trotzdem nicht mit welcher Wucht gleich zu Anfang des nächsten Songs („The Party“) die verzerrten Gitarren losbrettern werden. Sowas kennt man von Kristofer Åström mit oder ohne Hidden Truck eigentlich nicht, zumindest nicht außerhalb seiner Rockband Fireside. So laut wirds danach zwar nicht wieder. Aber auch die folgenden Songs sind etwas beschwingter als gewohnt, hier und da kommen die Gitarren etwas lauter durch („Big Lie,Idiot Die“) und Britta Persson taucht wieder im Hintergrund auf („When Her Eyes Turn Blue“, „Hard To Live“). Ab jenem Song „Hard To Live“ werden die Songs dann länger und ruhiger. Das Country-eske vom Vorgänger kommt im 7:28min langen Song „Me & The Snakes“ und dem letzten Song „Old Man’s Car“ am deutlichsten durch, stört aber nicht. Überhaupt bietet Kristofer Åström hier in ungekannter Vielfältigkeit einen Querschnitt seines ganzen Schaffens bisher (immerhin 13 Alben seit 94, zähle ich). Kein einziger Ausfall dabei. Hut ab dafür.
Einen Favoriten rauszupicken ist schwer, die Single „Twentyseven“ umfasst das Album eigentlich am besten, ich wähle aber das ruhigere „Hard To Live“, denn auch wenn der insgesamt rockigere Sound dem Album guttut, ist es immer noch die ruhige, melancholische Seite, die mich am meisten bei ihm beeindruckt. Aber das ist wohl Geschmacksache.

Hard To Live

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