Archive for the ‘review’ Category

Ebony Bones – Bone Of My Bones

11. Juli 2009

Ebony Bones ist die neue Sensation aus London. So etwa im Stil von M.I.A (der Vergleich ist unumgänglich) oder Santogold Santigold macht sie Songs auf durchgedrehten Beats, die sich an allem bedienen was es so gibt. Dieselbe Qualität, wie die beiden genannten Künstlerinnen, erreicht sie dabei noch nicht ganz, aber die stehen bei mir auch sehr hoch in der Sympathie und die muss man sich erstmal erarbeiten. Songtitel wie „Don’t Fart On My Heart“ und eben jene Beats sind positiv zu erwähnen, was das Songwriting betrifft, kann man jedoch noch Schwächen ausmachen. Der Song „We Know All About You“ sticht für mich am meisten heraus und begeistert vor allem durch den Beat und weniger durch den Gesang, was man auch für das gesamte Album sagen kann. Gut ist es trotz kleiner Schwächen (oder vielleicht ist es auch Geschmacksache) doch. Freunde von tanzbaren Beats aus dem Bereich Baile Funk/Hiphop/Pop/House?, sollten hier einmal reinhören.

Ebony Bones – We Know All About You [zshare]

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Jamie T – Sticks And Stones EP

1. Juli 2009

„Sticks & Stones“, das Lied, ist übermächtig. Ich habe es jetzt wirklich schon sehr, sehr oft gehört und es gefällt mir trotzdem noch jedesmal ein bisschen mehr. Da haben es die anderen Lieder der EP schwer dagegen nicht zu verblassen. Aber zum Glück sind die Lieder sehr unterschiedlich und Jamie T versucht bei jedem – na gut, sind ja nur 4 – Lied etwas ganz anderes. „St. Christopher“ ist, für ihn untypisch, sehr ruhig, gar melancholisch möchte man sagen; „On The Green“ hingegen ist fröhlicher und geht ein bisschen in Richtung Country/Americana; „The Dance Of The Young Professionals“ ist am weitesten draußen, ich würde es einen TetrisPolka nennen. Das Gute an Jamie T ist, dass jedes seiner Experimente aufgeht, egal ob er sich jetzt von Rap, Reggae, Pop, Country, Polka, Rock, Singer/Songwriter, oder was es sonst noch gibt beeinflussen lässt es kommt immer ein Jamie T-Song dabei raus. Das zeigt was für ein begnadeter Songschreiber, dieser Kerl aus Wimbledon doch ist, sehr sympathisch ist mir auch sein herrlich britischer Akzent.
Panic Prevention war ein Klasse-Album. Wenn er so weiter macht, wird er sich mit dem nächsten noch übertreffen. Ich jedenfalls erwarte noch sehr viel von diesem jungen Talent.
Überzeugt euch anhand des folgenden Liedes doch selbst von seinen Qualitäten:

Jamie T – St. Christopher MP3[zshare]

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Maximo Park – Quicken The Heart

23. Juni 2009

Man könnte jetzt sagen, hier haben sie ein bisschen was verändert, da haben sie sich ein wenig entwickelt, das ist neu,… Aber wozu? Die Veränderung ist so klein, dass sie kaum wahrnehmbar ist. Wichtig ist festzuhalten, dass Maximo Park immer noch die alten sind und nichts verlernt haben. Wer also „A Certain Trigger“ und „Our Earthly Pleasures“ kennt und mag, weiß genau, was er bekommt, und kann sich an den neuen Songs genauso sehr erfreuen wie an den alten. Wer irgendetwas neues erwartet, wird in dieser Hinsicht enttäuscht, wird aber durch ein weiteres tolles Album ausreichend entschädigt. Ein Gewinn für alle.
Maximo Park – Calm

Jack Peñate – Everything Is New

19. Juni 2009

Der Titel „Everything Is New“ bewahrheitet sich, denn mit dem Vorgängeralbum „Matinée“ hat das alles nur noch wenig zu tun. Die Vorab-Single „Tonight’s Today“ ließ schon vermuten, dass der Herr Peñate hier neue Wege geht, und auch die anderen 8 Songs bestätigen den Eindruck. Wenn man einmal seine Erwartungshaltung abgeworfen hat, findet man das dann auf jeden Fall großartig. Statt dem schrammeligen Indierock vom Vorgänger gibts jetzt bittersüße Popsongs und funkige Rhythmen. Ich möchte dazu tanzen und laut mitsingen, habe dabei aber trotzdem eine Träne im Auge. Beim lebensbejahenden „Let’s All Die“ wird die Ambivalenz wohl am deutlichsten. Wie macht er das so einfach? 9 Songs in 34 Minuten, die einen wahren Wirbelsturm an Emotionen hervorrufen. Ich verliebe mich, während ich es höre und das hier schreibe, gerade noch viel mehr in dieses Album. Mir gehen die Worte aus. Musik!

Let's All Die

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Kristofer Åström – Sinkadus

8. Juni 2009

Es wird Zeit, dass hier mal Alben besprochen werden. Schließlich handelt es sich dabei ja um die höchste und schwierigste Kunst eines Musikers.

Den Anfang macht der Schwede Kristofer Åström, diesmal wieder ohne den Hidden Truck.
Kurze spanische „Presentación“ vorneweg. Dann zeigt „Come Out“ – nach langem Intro mit Trommelwirbeln – Kristofer Åström von seiner besten Seite: ruhig, melancholisch und in Begleitung der wunderbaren Britta Persson, einzig die Gitarren klingen ein wenig anders. Man ahnt aber trotzdem nicht mit welcher Wucht gleich zu Anfang des nächsten Songs („The Party“) die verzerrten Gitarren losbrettern werden. Sowas kennt man von Kristofer Åström mit oder ohne Hidden Truck eigentlich nicht, zumindest nicht außerhalb seiner Rockband Fireside. So laut wirds danach zwar nicht wieder. Aber auch die folgenden Songs sind etwas beschwingter als gewohnt, hier und da kommen die Gitarren etwas lauter durch („Big Lie,Idiot Die“) und Britta Persson taucht wieder im Hintergrund auf („When Her Eyes Turn Blue“, „Hard To Live“). Ab jenem Song „Hard To Live“ werden die Songs dann länger und ruhiger. Das Country-eske vom Vorgänger kommt im 7:28min langen Song „Me & The Snakes“ und dem letzten Song „Old Man’s Car“ am deutlichsten durch, stört aber nicht. Überhaupt bietet Kristofer Åström hier in ungekannter Vielfältigkeit einen Querschnitt seines ganzen Schaffens bisher (immerhin 13 Alben seit 94, zähle ich). Kein einziger Ausfall dabei. Hut ab dafür.
Einen Favoriten rauszupicken ist schwer, die Single „Twentyseven“ umfasst das Album eigentlich am besten, ich wähle aber das ruhigere „Hard To Live“, denn auch wenn der insgesamt rockigere Sound dem Album guttut, ist es immer noch die ruhige, melancholische Seite, die mich am meisten bei ihm beeindruckt. Aber das ist wohl Geschmacksache.

Hard To Live

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Friendly Fires im Luxor am 04.03.09

11. März 2009

Spät kommt mein Konzertbericht zu den Friendly Fires. Früh hingegen war ich schon im Luxor und konnte mir die ganze erste torlose Spielhälfte zwischen Bayer und Bayern ansehen (4:2 Endstand) noch bevor die Vorband überhaupt anfing. Wax Stag, die Vorband -person empfahl sich durch schönes Schlagzeugspiel zu Shoegazersounds vom Band und machte Lust auf mehr. Mehr Personen standen bei den Friendly Fires auf der Bühne und machten ordentlich Dampf, spielten „Jump In The Pool“ schon früh in ihrem Set, dessen Highlights für mich die Songs „White Diamonds“ und „On Board“ waren und das sie mit dem – wie ich finde – überschätzten „Paris“ beendeten. Eine Zugabe gabs auch noch. Ich weiß nicht mehr den Songnamen, aber es war ein schöner Abschluss des Konzerts, bei dem es nochmal ein bisschen schneller und lauter wurde. Insgesamt dauerte das Konzert leider nur eine 3/4-Stunde, was aber auch normal ist bei einer Band, die erst ein Album veröffentlicht hat. Die eine oder andere eingestreute Coverversion (von Lykke Li vielleicht) hätte das Konzert etwas verlängern und aufwerten können, aber man kann der Band auch nicht verübeln, dass sie lieber eigenes Material spielt, und das gefiel ja auch durchaus. Wieder zuhause hatte ich dann sogar noch die Möglichkeit die zweite Hälfte des Spiels Barça gegen Mallorca zu sehen und kam noch in den Genuss eines Tores von Lionel Messi, das Barça trotz des 1:1-Unentschiedens den Weg ins Pokalfinale gegen Bilbao ebnete.

Vicky Cristina Barcelona

12. Dezember 2008

sjandpc

mein voyeuristisches bedürfnis scarlett johansson und penélope cruz einander küssen zu sehen wurde gestillt. außerdem ist barcelona eine wunderschöne stadt. im film geht es um liebe, sex, kunst, selbstverwirklichung oder was man auch immer in den film hineininterpretieren möchte. das typische woody allen zeug eben. bleibt noch zu sagen: ich habe den film sehr genossen. ich habe jetzt lust auf sommer und barcelona und empfehle jedem sich den film anzusehen. am besten in einem kleinen charmanten kino, wie dem weisshauskino in köln.

Brügge Sehen Und Sterben

26. Oktober 2008

4.5/5

bleiben wir in belgien.
guter film. keine lust da jetzt viel drüber zu schreiben. lustig, aber nicht albern. angucken!

guter song kommt im film vor.

Alphabeat Konzert im Luxor, Köln, am 07.10.08

7. Oktober 2008

mein erstes mal im luxor (seit es nicht mehr prime club heißt). eigentlich alles wie immer, außer das jetzt vorne raucherbereich ist und hinten, wo die bühne steht, nichtraucher-.

zum konzert (interessanter): das erste, das auffällt, sind die vielen leute vor und auf der (kleinen) bühne. darunter ein drummer, ein bassist, ein keyboarder, ein gitarrist, ein sänger (und perkussionist) und eine sängerin. macht 6 insgesamt (die zahl der fans weiß ich jetzt nicht so genau). wer von denen bedient jetzt eigentlich den drumcomputer? man weiß zwischendurch gar nicht wer was spielt, da sie mehrmals die stationen wechseln. das macht aber gar nichts da sie eine gute performance abliefern. besonders der sänger überzeugt durch einsatz und läuft der (süß-dreinschauenden) sängerin den rang als frontperson ab, wenn er in einem tranceartigen zustand mit geschlossenen augen sein tamborin schwingt oder auf eine monitorbox steigt und das publikum bis zur extase anheizt. vielleicht auch weil man die sehr kleine sängerin gar nicht zu gesicht bekommt. insgesamt gefällt die band vor allem wegen ihrer spielfreude; was als studioversion ehrlich gesagt weniger überzeugt, weil zu einfach, zu poppig, zu bubblegum, zu wasweißich.., macht live viel spaß. dabei stechen für mich vor allem ihre hits, 10000 Nights und Fascination, die sie dann, zugegeben, doch haben, heraus. das konzert ist nach einer guten stunde (es gab keine vorband) vorbei. insgesamt ein schönes, kurzweiliges konzert.

weil ich keine fotos habe, habe ich einfach das fascination-video vorangestellt. hatte nix besseres.

American Psycho

27. September 2008

5/5

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